Thursday, November 3, 2011

Saisonalität: Fosback Teil III - Saisonal zum Quadrat

In Teil II zu Fosback habe ich aufgezeigt, dass der wahre positive Monatsendeffekt am US-Aktienmarkt am ersten Handelstag des jeweilig nächsten Monats entsteht. Interessant aus meiner Sicht ist aber auch die Frage, wie sich die Effekte auf die einzelnen Monate verteilen. Daher habe ich eine Monatsübersicht erstellt, die das original Fosback-Modell (Kauf 2 Tage vor Ultimo und Verkauf 5 Tage nach Ultimo) und die simple Variante (Kauf am Ultimo, Verkauf am ersten Tag nach Ultimo) gegenüberstellt. Es geht wieder um den Dow Jones seit 1980.




Hier fallen sofort zwei Dinge auf: Die einfache Variante mit einem Tag Haltedauer hat für den Zeitraum in allen Monaten insgesamt ein positives Ergebnis erzielt. Und alleine der goldene Oktober hat im Fosback-Modell zu ~43 % des Ergebnisses beigetragen.

Der Dow Jones hat seit 1980 durchschnittlich jeden Tag um 1,42 Punkte zugelegt. Dies ist die Benchmark, um einen zusätzlichen positiven Effekt am Monatsende zu belegen. Da das simple Modell einen Tag Haltedauer hat, bereinige ich das Ergebnis pro Trade um 1,42 Punkte und das Fosback-Modell wegen der 7 Tage Haltedauer um 9,94 Punkte.





Wenn man den Aufwärtsdrift um 1,42 Punkte pro Tag im Dow herausrechnet, ist über alle Monate das einfache Modell klar überlegen. Das durchschnittliche Ergebnis pro Trade ist mit 14,90 zu 8,35 besser, kein Monat ist absolut im Minus und die Schwankung der Ergebnisse ist deutlich niedriger.

Die optimierte Strategie im Fosback-Modell wäre rückblickend im Februar und von Juli bis September das Handeln auszusetzen. Hier zeigt sich also die "normale" Saisonalität des Aktienmarktes sehr stark.


Dow seit 1980 - Fosback saisonal optimiert (gelb)



Lässt sich als Fazit sagen: das Fosback-Modell enthält aufgrund der relativ langen Haltedauer starke, "normale" saisonale Effekte, während das einfache Modell einen deutlich positiven Monatsendeffekt in den letzten 30 Jahren aufzeigt.

In den ersten Posts zu Fosback habe ich zum Vergleich einen 250 Tage gleitenden Durchschnitt als Filter benutzt. Beim Erstellen des heutigen Posts ist mir aufgefallen, dass er zwar im Allgemeinen die Trefferquoten und das Durchschnittsergebnis pro Trade verbessert, aber nicht wirklich gut ist. Deswegen habe ich diese Resultate heute weggelassen. Ein Trendfilter macht in diesem Zusammenhang sicher Sinn, aber nicht dieser.

Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
Dies ist keine Empfehlung für etwaige Investitionsentscheidungen ! 
 



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