Monday, November 14, 2011

Saisonalität: Fosback Teil VI - Last but not least: Oil

Nachdem ich in Teil V zeigen konnte, dass auch Anleihen durchaus positive Anomalien am Monatsende aufweisen, will ich zum Abschluss noch Commodites untersuchen. Ich habe hierfür Öl (Nymex Crude Oil Futures/ICE Brent Crude Oil Futures) gewählt.
In meinen Überlegungen zu den Märkten und dem Fosback-Modell kamen mir Commodites in den Sinn, weil Sie in den letzten Jahren auch bei klassischen Investoren als Long-only Investment in die Portfolien aufgenommen wurden. Stichwort: Alternative Investments und deren positiven Effekte auf die Stabilität sowie die risikoadjustierte Performance eines traditionellen Portfolios.
Die Erwartung ist also, dass Öl in den letzten Jahren einen Effekt am Monatsende aufzeigt und dass dieser früher nicht so ausgeprägt war, als der Markt noch stärker von Supply/Demand bestimmt war. Die Endlos-Zeitreihe im Crude Öl Future beginnt März 1983. Der durchschnittliche Handelstag ist diesem Zeitraum war +0,008505 Punkte. Die Ergebnisse der Tabelle sind darum bereinigt und zeigen die Überrendite an. 
Anbei die Ergebnisse +- 5 Tage um den Ultimo nach Monaten getrennt:

Crude Oil Futures Mar '83 - Nov '11










Insgesamt zeigten die Tage rund um den Ultimo keinen positiven Effekt (negative Überrendite: -0,001 Punkte). Und bezüglich der Verteilung auf die Monate sind die Ergebnisse nicht so klar zyklisch wie bei Aktien. Der April und der November sind unterdurchschnittlich, während der Februar ein 'guter' Monat ist. Spannend ist aber der Blick auf die Verteilung der Ergebnisse vor und nach Ultimo. Die letzten 4 Handelstage eines Monats sind klar über Durchschnitt, der erste Tag des Monats ist neutral, während danach eine Periode 4 schlechter Tage folgte.

Der "gute" Zeitraum sieht im Zeitverlauf absolut betrachtet wie folgt aus:

Crude Oil Futures Mar '83 - Nov '11. Kauf 4 Tage vor, Verkauf am Ultimo
Bis 2005 ist mit dem einfachen Modell auch in diesem positiven Zeitraum vor Ultimo kein Gewinn erzielbar gewesen. Bemerkenswert ist jedoch was sich mit Beginn der Blase im Öl ab 2006 getan hat. Während es keine Überraschung ist, dass im extremen Bullmarkt auch ein Longinvestment am Monatsende Profit abwirft, so hat sich der positive Effekt bis heute durch die massive Korrektur gerettet. Dies könnte tatsächlich damit erklärbar sein, dass andere Player in den Markt gekommen sind, die Ihr Geld mehrheitlich zu bestimmten Terminen allokieren. Dies wird vielleicht auch von anderen Marktteilnehmern antizipiert, was den frühen Effekt vor Ultimo erklären könnte?

Lohnt sich der Blick auf den Zeitraum ab 2005 bis heute. Dabei wiederum die Ergebnisse der Tabelle um die durchschnittliche Tagesveränderung bereinigt (-0,00903):

Crude Oil Futures Jan' 05 - Nov '11
Der Performanceunterschied vor und nach Ultimo ist noch deutlicher als im Gesamtzeitraum. Insgesamt überwiegt der positive Effekt, was den Durchschnitt über alle Tage rund um den Ultimo absolut und relativ positiv werden lässt. Die Ergebnisse beim Nordseeöl (Brent Crude) fallen ähnlich aus.

Im Zeitverlauf  (Kauf  4 Handelstage vor, Verkauf am Ultimo):

Crude Oil Futures Jan '05- Nov '11. Kauf 4 Tage vor, Verkauf am Ultimo


Natürlich ist das eine Optimierung sich jeweils einen Zeitraum (ab 2005 und Kauf 4 Tage vor Ultimo) aus der Gesamtheit der Ergebnisse auszuwählen.
Falls allerdings jemand an Energiemärkten handelt, sollte er meiner Ansicht nach doch auf derart ausgeprägte Effekte achten. Ob meine Erklärungsversuche nun ausreichend sind, wage ich nicht zu sagen. Vielleicht hat jemand eine fundierte Erklärung parat?   

 

Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
Dies ist keine Empfehlung für etwaige Investitionsentscheidungen ! 

Friday, November 11, 2011

Chin Meyer erklärt Spekulationsblasen

Das sieht man mal das Talkshows auch manchmal echte Perlen enthalten können. Und Dirk Müller sieht ein wenig betröppelt aus.....als werde ihm gerade die Show gestohlen.



Das mit dem verlinkten Youtube-Video ist eine Ausnahme. Versprochen.......

Thursday, November 10, 2011

Saisonalität: Fosback Teil V - Auch der Bund-Future?

Im Teil IV betrachtete ich gestern den DAX, um zu zeigen, dass der deutsche Markt auch positive Effekte rund um den Monatsultimo aufweist. Überlegt man sich die Hintergründe dieses Effektes so müsste er in allen klassischen Anlageformen wie auch Anleihen nachweisbar sein.
Dazu nun eine ähnliche Analyse wie gestern mit dem Bund-Future, nur sind die Ergebnisse nicht in Prozent sondern Absolut dargestellt. Für die Endlos-Zeitreihe eines Futures werden die ausgelaufenen Kontrakte adjustiert - also so verschoben, dass sie nahtlos an den nächsten Kontrakt anschließen. Dies führt dazu, dass eine prozentuale Betrachtung nicht korrekt ist. 
Im Betrachtungszeitraum 1991 bis heute wies der Bund-Future einen durchschnittlichen Tagesgewinn von 0,0172 Punkten auf. Dies gilt es am Ultimo zu schlagen, um einen positiven Effekt aufzuzeigen. Die in der Tabelle gezeigten Ergebnisse sind um den durchschnittliche Tagesgewinn bereinigt. Ein Ergebnis grösser Null zeigt also eine überdurchschnittliche Performance auf.



Der gesamte Zeitraum fünf Handelstage vor Ultimo bis fünf Handelstage nach Ultimo zeigt nur 0,003 Punkte über einer durchschnittlichen Tagesveränderung. Allerdings sticht der Handelstag am Ultimo (Kauf zum Schluss ein Tag vor Ultimo, Verkauf am Ultimo zum Schluss) mit im Schnitt 0,059 Punkten hervor. Hinsichtlich der Verteilung auf die Monate zeigt sich kein so klarer Effekt wie bei den Aktienmärkten. Am ehesten lässt sich sagen, dass die saisonal schwächeren Aktienmonate tendenziell bessere Anleihemonate für dieses Modell waren.

Für mich sind kumulierte Zahlen und Durchschnittswerte keine gute Indikation, ob es gangbar ist eine Tradingstrategie zu entwickeln. Ich brauche immer visuelle Unterstützung durch Charts und Equitylinien (Graph der Systemergebnisse). Dort lässt sich mit einem Blick sagen, ob es in Frage kommt eine derartiges Modell als Input für eine Handelsstrategie zu verwenden. Insbesondere die Höhe DrawDowns, Länge von Verlustperioden sowie die allgemeine Stabilität der Ergebnisse sind hier für mich entscheidend. Daher hier die Ergebnisse wiederum als einfache Strategie im Verlauf mit Kauf zwei Handelstage vor Ultimo und Verkauf am Ultimo.

Bund-Future ab 1991 - Kauf zwei Tage vor, Verkauf am Ultimo


Auch hier durchaus ein gutes historisches Ergebnis ohne weitere Filter anzuwenden. Allerdings gilt es zu bedenken, dass der lange Bullmarkt hier seinen Anteil am Ergebnis hat. Zudem konnte das Modell in den ersten 9 Jahren nicht überzeugen.
Längere Halteperioden über den Ultimo hinaus verbessern zwar das Gesamtergebnis, führen aber zu einem wesentlich unruhigeren Verlauf mit grösseren Verlustphasen.


Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
Dies ist keine Empfehlung für etwaige Investitionsentscheidungen ! 
 
   

Wednesday, November 9, 2011

Saisonalität: Fosback Teil IV - Besser der DAX

Fazit für den US Markt aus Teil III zu Fosback und der positiven Monatseffekt um den Ultimo war, dass vorwiegend der erste Tag des Monats zu beachten ist. Zudem spiegelt sich auch die übergeordnete Saisonalität in den Ergebnissen wider.
Da auch ich einen Home Bias beim Anlegen und Traden habe, stellt sich die Frage ob der Effekt auch im DAX nutzbar ist. Dazu nun meine Auswertung der DAX Kasse ab 1988. Dargestellt sind durchschnittlichen Tagesergebnisses rund um den jeweiligen Ultimo - aufgesplittet nach Monaten. Dabei ist das durchschnittliche Tagesergebnis um den im Zeitraum durchschnittlichen Tagestrend (+0,03%) bereinigt. Es ist sozusagen die Überrendite. Die Tage lesen sich z.B. -2/-1: Kauf zum Schluss zwei Tage vor Ultimo und Verkauf zum Schluss einen Tag vor Ultimo.


 
Die Ergebnisse sind ähnlich denen im Dow Jones. Die Sommermonate zeigen keinen positiven Effekt und der beste Tag ist der erste im Monat (0/1) gefolgt vom dritten und zweiten Tag. Eine einfache Regel wäre Kauf einen Tag vor Ultimo und Verkauf drei Handelstage nach Ultimo ausser von Juli bis September. Dazu der Verlauf im Chart: Die gelbe Linie stellt die oben genannte Regel dar im unteren Teil dar. Die weiße Linie zeigt im Vergleich alle Monate.

DAX Kasse seit 1988 - Kauf einen Tag vor, Verkauf drei Tage nach Ultimo

Dafür, dass das Modell sehr einfach ist, zeigt es erstaunliche gute Werte und eine hohe Stabilität. Die "Sommerpause" hätte in 2011 hohe Verluste vermieden. Der aktuelle Monatswechsel Oktober/November allerdings (nicht im Chart/Backtest) wäre mit über -200 Punkten schmerzhaft gewesen.

Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
Dies ist keine Empfehlung für etwaige Investitionsentscheidungen ! 
 


Thursday, November 3, 2011

Saisonalität: Fosback Teil III - Saisonal zum Quadrat

In Teil II zu Fosback habe ich aufgezeigt, dass der wahre positive Monatsendeffekt am US-Aktienmarkt am ersten Handelstag des jeweilig nächsten Monats entsteht. Interessant aus meiner Sicht ist aber auch die Frage, wie sich die Effekte auf die einzelnen Monate verteilen. Daher habe ich eine Monatsübersicht erstellt, die das original Fosback-Modell (Kauf 2 Tage vor Ultimo und Verkauf 5 Tage nach Ultimo) und die simple Variante (Kauf am Ultimo, Verkauf am ersten Tag nach Ultimo) gegenüberstellt. Es geht wieder um den Dow Jones seit 1980.




Hier fallen sofort zwei Dinge auf: Die einfache Variante mit einem Tag Haltedauer hat für den Zeitraum in allen Monaten insgesamt ein positives Ergebnis erzielt. Und alleine der goldene Oktober hat im Fosback-Modell zu ~43 % des Ergebnisses beigetragen.

Der Dow Jones hat seit 1980 durchschnittlich jeden Tag um 1,42 Punkte zugelegt. Dies ist die Benchmark, um einen zusätzlichen positiven Effekt am Monatsende zu belegen. Da das simple Modell einen Tag Haltedauer hat, bereinige ich das Ergebnis pro Trade um 1,42 Punkte und das Fosback-Modell wegen der 7 Tage Haltedauer um 9,94 Punkte.





Wenn man den Aufwärtsdrift um 1,42 Punkte pro Tag im Dow herausrechnet, ist über alle Monate das einfache Modell klar überlegen. Das durchschnittliche Ergebnis pro Trade ist mit 14,90 zu 8,35 besser, kein Monat ist absolut im Minus und die Schwankung der Ergebnisse ist deutlich niedriger.

Die optimierte Strategie im Fosback-Modell wäre rückblickend im Februar und von Juli bis September das Handeln auszusetzen. Hier zeigt sich also die "normale" Saisonalität des Aktienmarktes sehr stark.


Dow seit 1980 - Fosback saisonal optimiert (gelb)



Lässt sich als Fazit sagen: das Fosback-Modell enthält aufgrund der relativ langen Haltedauer starke, "normale" saisonale Effekte, während das einfache Modell einen deutlich positiven Monatsendeffekt in den letzten 30 Jahren aufzeigt.

In den ersten Posts zu Fosback habe ich zum Vergleich einen 250 Tage gleitenden Durchschnitt als Filter benutzt. Beim Erstellen des heutigen Posts ist mir aufgefallen, dass er zwar im Allgemeinen die Trefferquoten und das Durchschnittsergebnis pro Trade verbessert, aber nicht wirklich gut ist. Deswegen habe ich diese Resultate heute weggelassen. Ein Trendfilter macht in diesem Zusammenhang sicher Sinn, aber nicht dieser.

Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
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Wednesday, November 2, 2011

Saisonalität: Fosback Teil II - Wo ist der Effekt?


Gestern habe ich das Timingmodell von Fosback betrachtet. Fazit: das Modell lief gut bis 2007, aber danach generierte es große Verlusttrades. Nun beschäftige ich mich schon länger mit Saisonalität und lese auch viele Blogs, die auch diese Themen betrachten. Daher ist mir bekannt, dass zumindest am US Aktienmarkt der erste Handelstag des Monats  besonders ertragreich war. Der Blog Quanting Dutchman verfolgt z.B. eine Strategie aus einem Portfolio besonders momentumstarke ETFs für die ersten 1-2 Tage des Monats zu kaufen. Also bietet es sich an zu überprüfen, an welchen Tagen überhaupt ein positiver Effekt auftrat.

Dow Jones seit 1980


Punkte
Punkte pro Trade/Tag
Trefferquote

ohne GD
mit GD 250
ohne GD
mit GD 250
ohne GD
mit GD 250
-3/-2
1.325
1.127
3,47
4,08
54,70%
56,20%
-2/-1
1.214
347
3,18
1,23
54,50%
54,60%
-1/0
-1.853
-1.551
-4,76
-5,50
48,60%
45,70%
0/1
6.233
5.311
16,32
18,90
58,40%
59,80%
1/2
1.533
818
4,01
2,93
56,50%
54,80%
2/3
613
769
1,61
2,73
49,20%
50,70%
3/4
-318
449
-0,83
1,59
52,90%
55,50%
4/5
-434
833
-1,14
3,01
47,90%
50,20%
Alle Tage
11.392
8.610
1,42
1,47
52,60%
53,10%
 

 











Die Tabelle liest sich wie folgt: z.B. "-3/-2" bedeutet Kauf 3 Tage vor Ultimo zum Schlußkurs und
Verkauf 2 Tage vor Ultimo zum Schlußkurs, usw.. "Alle Tage" zeigt zum Vergleich die Buy-and-Hold Strategie, also den Aufwärtsdrift den es auch erst mal zu schlagen gilt, damit ein zusätzlicher positiver Effekt zum Monatsende messbar wird. Die Ergebnisse sind jeweils mit 250 Tage gleitendem Durchschnitt als Filter wie auch ohne dargestellt.

Das ursprüngliche Fosback-Modell entspricht den blau eingefärbten Tagen - also insgesamt 7 Handelstage Haltedauer. Wie man schön sieht wäre dieses Modell bei Weitem nicht optimal gewesen. Der Effekt bezieht sich fast ausschließlich auf den ersten Tag des Monats (mit Abstrichen auch noch Tag 2). Alle anderen Tage verliefen eher durchschnittlich.

Zum Vergleich zu gestern der Chart mit nur dem ersten Tag des Monats:

Die gelbe Linie zeigt das Modell mit GD 250 Filter, die weiße Linie ohne Filter. Interessanterweise ist dieses noch einfachere Modell -mit nur einem Tag Haltedauer- seit 2007 nicht so abgebrochen wie das ursprüngliche Fosback-Modell mit 7 Tagen Haltedauer. 

Bleiben meinerseits noch mehr Fragen offen als beantwortet sind:
Wie sieht es mit 'guten' und 'schlechten' Börsenmonaten aus (also Saisonal zum Quadrat)? 
Gibt es noch einen positiven Effekt am Monatsende, wenn der Markt beim Einstieg schon überkauft ist?
Wie sehen andere Märkte aus: Dax, Bund, vielleicht sogar Öl?
-> Mehr demnächst.....


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Tuesday, November 1, 2011

Saisonalität: der Monatsendeffekt nach Norman Fosback

In der heutigen Ausgabe vom Wellenreiter wird auf Mark Hulbert und dort wiederum auf ein saisonales Timingmodell von Norman Fosback verwiesen. Der Kern dieses Systems kauft den US-Aktienmarkt 3 Handelstage vor Monatsende und verkauft 5 Handelstage nach Monatsultimo. Robert Rethfeld hat in seiner heutigen Wellenreiterausgabe auf die (schlechten) Ergebnisse des Modells im Dow Jones von 2011 verwiesen. Gerne nehme ich seine Anregung auf dieses einfache Modell länger zu überprüfen. Im Dow Jones seit 1980 stellt sich folgendes Bild (Index oben, Ergebnis des Modells unten) dar:


Dow Jones seit 1980 mit Fosback-Modell


 Wie man gut sieht hat das Timingmodell bis Ende 2007 durchaus erfolgreich - zwischen 1997 und 2007 sogar hervorragend - funktioniert. Durchschnittlich 18,33 Punkten pro theoretischem Trade und eine Trefferquote von 62,6% sind als Ergebnis ansehnlich. Zeitweise war das Modell in den letzten 10 Jahren sogar besser als eine Buy-and-Hold Strategie.

Logischerweise leidet die Systematik in Bärenmärkten, da sie nur long investiert ist. Stellt sich die Frage, ob einfache Trendfilter das Modell verbessern können. Zu diesem Zweck habe ich eine zweite Regel implementiert: das Modell kauft nur, wenn der Schlusskurs am Kauftag oberhalb des 250 Tage gleitenden Durchschnitts notiert.

 Dow Jones seit 1980 mit Fosback-Modell und Close>GD 250


Die Linie des mit dem gleitendem Durchschnitt gefilterten Modells ist gelb. Seit 1980 kommt man mit GD-Filter zum etwa gleichen Ergebnis in Punkten, benötigt aber 100 Trades (roundturn) weniger. Die Qualität der Trades mit 25,49 Punkten (statt 18,33) und einer Trefferquote von 64,5% (zu 62,6%) wäre also deutlich besser gewesen. Trotzdem ist auch das gefilterte Modell seit 2007 nicht wirklich erfolgreich.

Zur Überprüfung der Ergebnisse noch kurz die gleiche Analyse mit dem DAX:   


DAX seit August '92 mit Fosback-Modell 


Auch hier ein ähnliches Bild. Die teilweise heftigen Abwärtsbewegungen 2007/2008 und 2011 belasten das Ergebnis erheblich. Zum Vergleich mit GD-Filter: 


DAX seit August '92 mit Fosback-Modell und Close>GD 250




Der GD-Trendfilter verbessert auch hier das theoretische Ergebnis deutlich. Vor dem für das Modell schlimmen Monatswechsel Juli/August diesen Jahres mit über 1000 DAX-Punkten Verlust bewahrte er allerdings auch nicht.

Viele Analysen zum Thema Saisonalität gibt es beim MarketSci Blog. Dort is das Credo, dass nur ein positiver saisonaler Effekt allein noch keinen Trade rechtfertigt. Nicht der schlechteste Tipp betrachtet man die Ergebnisse des Fosback-Modells in den letzten 5 Jahren.


Es handelt sich bei diesem Blogeintrag um eine reine historische Betrachtung. 
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